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Schulklassen in der Hauptverhandlung

Die Kollegin Rueber und der Kollege Brandau haben über Schulklassen in der Hauptverhandlung berichtet.

Als Referendar und Sitzungvertreter der Staatsanwaltschaft fand ich solche Besuche immer gut. Die Richter am Amtsgericht Dresden, bei denen ich verhandelt habe, waren eigentlich immer sehr gut auf die Zuschauer eingegangen. Wenn dann noch “Bonbons” dazukommen vom Kaliber Anklage wegen Beleidigung im Rahmen eines Nachbarschaftsstreits ist eigentlich alles bestens. Außer natürlich für den Angeklagten. Für den ist schon die Öffentlichkeit in aller Regel unangenehm. Zu allem Überfluss tendieren einige Richter dazu, generalpräventive Aspekte bei vorhandenem Publikum stärker zu beachten. Mit anderen Worten – es gibt härtere Strafen. Aus Verteidigersicht alles in allem keine optimale Ausgangsposition.

Natürlich halte ich es für richtig, Schülern die Wirklichkeit zu zeigen aber bitte nicht in Verhandlungen bei denen ich Verteidiger bin.

(Nachtrag: Warum Verhandlungen in Zivilsachen für Schulklassen völlig ungeeignet sind und den interessiertesten Jugendlichen zur Verzweiflung treiben dürften, wird hier sehr schön beschrieben.)

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