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Griechenland – die Einschläge kommen näher

Ein Nachtrag dazu:

SPON schreibt:

Laut einer Studie der Commerzbank haben die griechischen Bürger in den vergangenen drei Monaten fast acht Milliarden Euro von ihren Sparkonten abgehoben und in die Schweiz, nach Zypern und Großbritannien überwiesen.

und legt im Laufe des Tages noch einmal nach.

Deutlichere Mißtrauensvoten sind doch kaum noch denkbar. Im Unterschied zu vergleichbaren Volkswirtschaften bestehen in Griechenland nur relativ geringe Gefahren, dass die Währung kurzfristig massiv an Wert verliert oder Devisenbeschränkungen eingeführt werden. Wenn die Griechen dennoch offensichtlich Angst haben, sollten griechische Anleihen nur noch für hartgesottene Zocker geeignet sein. Auch ein Renditeaufschlage von knapp 5 Prozent ist kein Ausgleich für die enormen Risiken.

Interessant finde ich, dass ein Staatsbankrott für den EZB-Chef angeblich kein Thema ist. Beruhigend ist das nicht.

Nachtrag: Bei SPON werden Kredite an Griechenland jetzt der Bundesrepublik quasi als Geldanlage nahegelegt. Schon wirtschaftlich betrachtet ist die Zinsspanne mit einem angenommenen Zins von 5 % viel zu gering um die Risiken auszugleichen. Der Zins soll also unter dem Marktzins liegen aber das Risiko ist für die Bundesrepublik deutlich höher als für einen normalen Marktteilnehmer, denn politischer Druck wird bei absehbaren Folgeproblemen in Griechenland die Bundesrepublik wesentlich eher zu weiterem Entgegenkommen zwingen. Abgesehen davon habe ich schon ganz grundsätzlich ein Problem damit, wenn sich auch noch der Staat selbst als Bank betätigt. Die Finanzkrise zeigt, warum.

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